BenennungJohanna Dombois |
Datum der letzten Änderung13.05.2022 10:56:39 |
© 2026 |
WerkstoffRegie|>Oper|>Neues Musiktheater |
Datum der letzten Ansicht30.08.2026 05:47:25 |
Blatt0001 |
»...Auf der Bühne für Musikvisualisierung, untergebracht in einem mittelalterlichen Gewölbekeller unter dem ›Haus Zum Mohren‹, dem Sitz des Beethoven-Archivs neben Beethovens Geburtshaus, wird zur Premiere das Werk ›Fidelio, 21. Jahrhundert‹ gegeben. ... Johanna Dombois, die die künstlerische Gesamtleitung des Projekts innehatte und als Regisseurin und Dramaturgin eine Menge Erfahrungen mit dem ›realen‹ Musiktheater sammeln konnte, argumentiert denn auch nicht nur medientheoretisch, sondern auch aufführungspraktisch. Die Musik endlich auf die Bühne zurückholen, das wolle man mit diesem Projekt. Der beständigen willkürlichen Aktualisierung des ›Fidelio‹ auf den Theatern dieser Welt, die das Bühnengeschehen immer mehr der Musik entfremdet habe, setzte man eine radikale Abstrahierung entgegen. Bei der Gestaltung der ornamentalen Figuren habe man sich nicht nur gefragt, was diese szenisch taugten, sondern auch, wieviel Musik sie in sich aufnehmen könnten. Wenn das Bühnengeschehen nichts als visualisierte Musik sei, dann sei ein Maximum an ›Werktreue‹ erreicht. ... Das sagt natürlich nichts gegen das Verfahren, im Gegenteil: Auf der Bonner Bühne für Musikvisualisierung werden Fragen ans Publikum gestellt, die erst weit in der Zukunft zu beantworten sein werden: Ist es denkbar, eine ganze Oper als ›Virtual Environment‹, als dreidimensionales Klang- und Bildereignis, zu gestalten? Kann diese Form der Inszenierung womöglich eines Tages als legitime Alternative zu herkömmlichen Aufführungen verstanden werden?...«
»...Einen wahrhaft tollkühnen Quantensprung ins theatralische Futur riskiert Johanna Dombois da, wo sie mit frecher Radikalität auf alle Erwartungen und Sehgewohnheiten der abendländischen Opernklientel pfeift...«
»...Den Besucher erwartet ein seltsam faszinierendes, virtuelles Bühnenerlebnis...«
»...Neue Medien sind in Mode. Hier aber werden sie nicht als modische Illustration konventioneller Bühnenbilder eingesetzt, sondern sie sind die Inszenierung...«
»...the start of a revolution in musical appreciation.... Perhaps it is not too far-fetched to claim that this electronic production is ... a valid exploration of the realm where sound meets movement.